Evangelische Kirchengemeinde wählt neues Leitungsgremium

Drei erfahrene und zwei neue Mitglieder im Kirchengemeinderat

Die Evangelische Kirchengemeinde hat am 1. Advent einen neuen Kirchengemeinderat gewählt. Fünf Kandidatinnen hatten sich zur Wahl gestellt, fünf wurden gewählt.

Stimmenkönigin wurde die 27jährige Vivien Lemberger, die aus der Jugendarbeit der Gemeinde hervorgegangen ist und sich zukünftig vor allem um die Bereiche Jugend und Kindergarten kümmern will. Sie erhielt mehr als 95 Prozent der abgegebenen Stimmen. Lemberger ist genauso neu im Gremium wie die Konferenzmanagerin Henriette Wolf-Klein, die ihre Wurzeln in der Kirchenmusik hat und viel Expertise im Bereich Veränderungsmanagement mitbringt. 
 
 
Wolf-Klein erhielt 89 Prozent der Stimmen. Den gleichen Wert erzielten die wiedergewählten Rätinnen Andrea Botero-Hartmann (Schwerpunkt Finanzen), Sibylle Wegner (Bau) und Elfriede Fackel-Kretz-Keller (Kindergarten). Einziger Wehmutstropfen: Die schwache Wahlbeteiligung, die wohl unter anderem der fehlenden Auswahl geschuldet war – „nordkoreanische Verhältnisse“, kommentierte Steffen Groß mit einem Augenzwinkern. Der Pfarrer wird kraft Amtes ebenfalls dem neuen Gremium angehören.
 
Neben den drastisch verkleinerten Kirchengemeinderat wird ab 1. Januar 2026 ein Ortsteam treten, dass für die inhaltliche Arbeit in Schwetzingen verantwortlich sein wird. „Wir freuen uns sehr, dass fast alle aktuellen Mitglieder des bisher 17 Mitglieder starken Rates sich zukünftig im Ortsteam engagieren wollen“ betonten Elfriede Fackel-Kretz-Keller und Steffen Groß unisono. Das Team steht auch weiteren Interessenten offen, erste Interessenten haben sich bereits gemeldet. Für die Hauptamtlichen ist Diakonin Margit Rothe im Ortsteam dabei.
 
Sogenannte Thementeams ergänzen die zukünftige Gremienlandschaft und werden gemeinsam mit Engagierten aus den Nachbargemeinden Arbeitsbereiche wie das Gottesdienstkonzept, die Friedensarbeit oder die Kinder- und Jugendarbeit mitgestalten.
Eingeführt wird der neue Schwetzinger Kirchengemeinderat im Gottesdienst am Sonntag, 11. Januar um 11 Uhr in der Stadtkirche. Gleichzeitig werden die ausscheidenden Mitglieder verabschiedet und gesegnet und das neue Ortsteam vorgestellt.
 
Hintergrund der Verkleinerung des Kirchengemeinderates und der Gründung der Teams ist die zum 1. Januar 2027 anstehende Fusion der Gemeinde mit den Nachbarn aus Brühl, Ketsch, Oftersheim, Plankstadt und Eppelheim. Diese wählten am 1. Advent ebenfalls neue Leitungsgremien. 
 
Zum 1. Januar 2027 wird dann aus den bisher sechs selbstständigen Kirchengemeinderäten ein großes Gremium für die neue Gemeinde. Diesem werden 25 Ehrenamtliche und voraussichtlich drei Pfarrerinnen, zwei Pfarrer und ein Diakon angehören. „Mit den neu gewählten Kirchengemeinderäten und dem Ortsteam sind wir für die Übergangszeit bis zur Fusion gut aufgestellt und können dann ab 2027 gemeinsam an der Zukunft der Kirche in der Region arbeiten“, kommentierte Steffen Groß abschließend. „Packen wir es an!“