Evangelisches Ortsteam eingeführt

In einem festlichen Gottesdienst wurde kürzlich das Schwetzinger Ortsteam eingeführt. Dieses neue Gremium hat die Aufgabe, sich um die Belange der evangelischen Kirchengemeinde vor Ort zu kümmern. 

Die Kunst dabei sei – so Margit Rothe – „den Spagat hinzukriegen zwischen Bewährtem und Neuem“. Die Diakonin, die das Ehrenamts-Gremium als Hauptamtliche begleiten wird, erklärte im Gottesdienst zunächst, weshalb es diese neue Arbeitsgruppe braucht.
 
Durch die bevorstehende Fusion zum 1. Jan 2027 mit den fünf evangelischen Nachbargemeinden Ketsch, Brühl, Oftersheim, Plankstadt und Eppelheim seien nur noch fünf Schwetzingerinnen im Gesamt-Kirchengemeinderat. Dieser befasst sich mit den „großen“ und den „rechtlichen“ Fragen: Finanzen, Personal, Gebäude… „Das Sich-Kümmern um die allgemeine Gemeindearbeit, das Begleiten von Gruppen vor Ort, die Gestaltung von Gottesdiensten und anderem mehr – dafür gibt es künftig Orts- und Thementeams“, so Rothe.
 
„Hier haben Menschen den Blick frei und die Zeit, sich um die Ortsbelange zu kümmern, die es bisher gibt und die neu nötig werden.“ Rothe betonte, dass es bei einem Ortsteam nicht darum geht, das Herkömmliche zu bewahren und darauf zu beharren, was es bisher gab. Trotzdem habe das Gremium die Aufgabe, darauf zu achten, dass Bewährtes bleiben kann und dass Menschen, die schon lange in der Gemeinde sind, nicht vergessen werden. „Aber wir müssen immer im Blick darauf agieren, dass Zeit, Kraft, Ideen übrig bleiben für Neues. Unsere gesamte – bald vergrößerte und zum 1. Januar 2027 fusionierte – Gemeinde will und muss nach vorne schauen, sonst gibt es Kirche irgendwann nicht mehr.“ verdeutlichte Rothe.  
 
Sie bezeichnete das Ortsteam als „Wundertüte“, da niemand bisher so richtig wisse, was alles zu dessen Aufgabe gehört. Aber – so die Diakonin: „Eine Wundertüte ist etwas Schönes! Und im Grunde kann uns nichts Besseres passieren.“ Sie betonte, dass sich zunächst rund 10 Menschen im Ortsteam engagieren möchten – und diese dürften die Form, die Ausgestaltung und die Arbeitsweise des Ortsteams selbst füllen. Selbstverständlich würde das nicht frei-schwebend geschehen; denn zunächst würde in gemeinsamen Sitzungen mit den fünf Kirchengemeinderätinnen und in Absprachen mit den anderen Ortsteams eine Ordnung erarbeitet werden für die Arbeitsweise dieses zusätzlichen Gremiums.
 
Die Mitglieder des Ortsteams stellten sich dann selbst der Gottesdienstgemeinde vor; dabei kamen die unterschiedlichsten Bereiche zur Sprache, für die sie sich einsetzen möchten. Von der Fundraising-Arbeit und der Gestaltung von unterschiedlichsten Gottesdiensten bis hin zu Besuchsdienstarbeit und diakonischen Aufgaben wurden verschiedenste Themen angeschnitten.
 
Anschließend wurden die Ehrenamtlichen von Diakonin Margit Rothe und Pfarrer Steffen Groß für ihre Dienste gesegnet. Bei einem kleinen Umtrunk nach dem Gottesdienst konnte man mit den künftigen Ortsteam-Mitgliedern, die für 6 Jahre beauftragt wurden, ins Gespräch kommen.