„… dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben“
Gedenken an die Pogromnacht
Die Erinnerung an die Reichspogromnacht in Schwetzingen wachhalten – dieses Anliegen verfolgt ein Bündnis der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK), des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Stadt Schwetzingen.
Es lädt am Montag, 9. November zu einer Gedenkstunde ein: Diese beginnt um 19 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche, der Abschluss ist dann an den beiden Mahnmalen in der Zeyherstraße.
Der Titel „… dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben“ ist dem 5. Buch Mose in der hebräischen Bibel (dem christlichen Alten Testament) entnommen. Er verweist auf eine zentrale Herausforderung, vor der das Gedenken an die Gräuel der Nazizeit steht: „Die letzten Zeitzeugen sind hochbetagt – bald wird es keine mehr geben. Gleichzeitig werden Stimmen in der Gesellschaft lauter, die die Erinnerung an die Verbrechen jener Jahre als „Schuld- und Schamkult“ verunglimpfen. Dem wollen und werden wir etwas entgegensetzen“, kündigt Pfarrer Steffen Groß an.
Hauptredner bei der Gedenkfeier wird Schuldekan in Ruhe Kurt Glöckler sein, der die Geschichte des Schwetzinger Judentums bis ins Detail erforscht und beschrieben hat. Er reist dafür eigens aus seiner neuen Heimat Hamburg an. Außerdem werden Stadtarchivar Joachim Kresin, Barbara Hennl-Goll (als Stimme der verstorbenen Zeitzeugen) und der 14jährige Simeon Groß sprechen.
Die Musik bei der Gedenkfeier steuern Barbara Obert (Oboe) und Alexander Levental (Orgel) bei.
Beim anschließenden Gedenken an den Mahnmalen wird eine Schale niedergelegt und mit einer Litanei das Versprechen an die Menschen erneuert, die bis 1938 in Schwetzingen lebten: „Wir vergessen euch nicht!“.
Mo. 09.11.2026, 19:00 Uhr
Gedenkfeier zur Pogromnacht
Mit einer Gedenkfeier in der evangelischen Stadtkirche und an den Mahnmalen in der Zeyherstraße wird an die Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen während der NS-Zeit erinnert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie diese Erinnerung auch für kommende Generationen lebendig bleiben kann.
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Schwetzingen


