Home  |  Impressum  |  Datenschutz  |  Sitemap
Quelle: Sibylle Wegner Fotografie

Grüner Gockel

Validierung mit dem Grünen Gockel
 "Kirchengemeinde mit umweltgerechtem Handeln". Der "Grüne Gockel" ist ein Umweltmanagement-System der Evangelischen Landeskirche in Baden. Dabei können sich Kirchengemeinden zertifizieren lassen, dass sie systematisch, nachvollziehbar und kontinuierlich durch ihr Handeln zu einer Entlastung der Umwelt beitragen und dieses Handeln öffentlich machen.  Am 26.10.2011 hat die Evangelische Kirchengemeinde den „Grünen Gockel“ mit der externen Auditierung die Prüfung des Umweltmanagements nach der Verordnung EMAS II mit Herr Georg Hartmann (Deloitte Cert Umweltgutachter GmbH) als Umweltgutachter geschafft.
Seit Frühjahr 2009 hat das  Umweltteam der Kirchengemeinde begleitet durch die Umweltauditoren Winfried Matt und Kurt Nollert die Einführung des Kirchlichen Umweltmanagements vorangetrieben. In zahlreichen Sitzungen wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt, Ökologische Leitlinien verfasst und vom Kirchengemeinderat verabschiedet, ein Umweltprogramm erstellt und eine Umwelterklärung verfasst. Gleichzeitig erfolgt eine monatliche Verbrauchserfassung in unseren Gebäuden. Mit der nun erfolgten Zertifizierung hat die Kirchengemeinde Schwetzingen einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem umweltbewussteren Handeln gemacht.  Unser gemeinsames Ziel ist es dabei, uns in allen Bereichen des gemeindlichen Lebens für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Als Kirchengemeinde betrachten wir deshalb den konkreten Einsatz für den Schutz von Natur und Umwelt und damit verbunden eine sozialverträgliche Nachhaltigkeit als eine wesentliche Aufgabe kirchlichen und christlichen Handelns, die wir in Wort und Tat wahrnehmen wollen.
 
Quelle: Evangelische Landeskirche
Das Umweltteam hat bei der Arbeit gemerkt, dass dieser Prozess oft nur in kleinen, manchmal mühsamen Schritten möglich ist. Die genaue Erfassung aller umweltrelevanten Daten, die Verarbeitung in Excel-Tabellen, die Aktivitäten zu manchen Anlässen und Sitzungen sowie die schriftliche Darstellung in der Umwelterklärung und anderen Unterlagen war oft zeitaufwändig. Und manchmal haben wir uns nach dem Verhältnis von Aufwand und Ergebnis gefragt.
Wir haben jedoch bei diesem Prozess des Bewusstmachens umweltrelevanter Vorgänge und der offenen Kommunikation mit den verschiedenen Beteiligten selbst gelernt und hoffen, dass dies auch in der Kirchengemeinde Kreise zieht und längerfristig den erwünschten Erfolg erbringt.  In der Kirche, im Pfarramt, im Gemeindehaus ist die Umwelterklärung einzusehen, in der die wichtigsten Informationen einschließlich des Umweltprogramms zusammengefasst sind. Dieses Umweltprogramm gilt es nun, in den nächsten drei Jahren umzusetzen, damit wir dann die weitere Auditierung wieder erfolgreich bestehen.
___________________________________________________________
Holzpellets-Heizung für das Melanchthon-Haus
Allmählich neigt sich die Lebensdauer der Heizung im Melanchthon-Gemeindezentrum ihrem Ende entgegen. Die Konzeption für eine neue Heizungs-Anlage war die erste große Maßnahme, die das Umweltteam zur Entscheidung durch das zuständige Gremium vorzubereiten hatte. Der Leitgedanke des Projekts „Grüner Gockel“, die Schöpfung zu bewahren, gebietet es, neben der Ökonomie möglichst auf mindestens  gleicher Ebene die Ökologie zu beachten. Deshalb haben wir uns intensiv nicht nur mit Heizungssystemen mit herkömmlichen Energieträgern wie Fernwärme, Erdgas und Erdöl beschäftigt, sondern auch Systeme auf der Basis erneuerbarer Energien geprüft. Was sind erneuerbare Energien?
Erneuerbare Energien sind nachhaltig zur Verfügung stehende Energieressourcen, zu denen insbesondere Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie und Geothermie gehören. Eine andere Quelle erneuerbarer Energien ist das energetische Potential der aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen Biomasse (Biogas, Bioethanol, Holz u.a.). Nach sorgfältiger Abwägung aller Gesichtspunkte haben wir uns schließlich für eine Holzpellets-Heizung entschieden. Welche Gründe waren für diese Entscheidung maßgebend ? Wenn wir uns die Energiepreisentwicklung für die drei Energieträger Öl, Gas und Holz ansehen, erkennen wir, das Holz der günstigste Energieträger ist. Das liegt u.a. auch daran, dass Öl und Gas per Tanker oder Pipeline aus fernen Ländern herbeigeschafft werden muss.
___________________________________________________________
Gemeindegruß, August 2011
Der Grüne Gockel – Rückblick und Ausblick
Vor fast genau 2 Jahren haben wir in unserer Auftaktveranstaltung das Projekt „Grüner Gockel“ der Landeskirche in unserer Kirchengemeinde offiziell eingeführt. Wir können heute auf eine zwar arbeitsreiche, aber auch fruchtbare Zeit zurückblicken und eine erste Bilanz ziehen. Wir haben mit einfachen Maßnahmen begonnen: In allen Räumen unserer Gebäude werden nach und nach die Glühbirnen durch Stromsparlampen ersetzt. Wir haben weiterhin begonnen, unsere Heizungsanlagen zu optimieren. So werden jetzt z.B. im Melanchthon-Haus Funkthermostate verwendet. Auch wurde die Wartung der Heizungsanlagen systematisiert. Im Gustav-Adolf-Haus wurde der Eingangsbereich lichttechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Umfangreichere Maßnahmen laufen an bzw. stehen bevor.Im Melanchthon-Gemeindezentrum wird zur Zeit eine neue Pellets-Heizung eingebaut. Die Planung einer Sanierung dieses Gebäudes (Dach, Fenster, Wärmedämmung) hat gerade begonnen. Im Gustav-Adolf-Haus werden in Kürze die letzten Fenster von 1957 ausgetauscht. Die Küche soll einen modernen Durchlauferhitzer erhalten. Sämtliche Gebäude haben wir in den vergangenen
2 Jahren im Hinblick auf den Verbrauch von Wasser, Strom, Wärme sowie Müll auf den Prüfstand gestellt und umfangreiche Daten gesammelt, die es uns erlauben, künftig Schwachstellen in diesen Bereichen zu beseitigen. Deshalb werden wir neben ökologischen auch ökonomische Verbesserungen verzeichnen. Im Park des Melanchthon-Gemeindezentrums haben wir in Zusammenarbeit mit dem örtlichen NABU und dem Kindergarten ein Insekten-Hotel gestaltet.Die erfassten Daten sowie alle durchgeführten und geplanten Maßnahmen haben wir zusammen mit der aufgebauten Organisationsstruktur in der Umwelterklärung 2011 dargestellt. Diese Umwelterklärung ist die Grundlage für das am 26.07.2011 angesetzte interne Audit. In diesem Verfahren prüfen die zuständigen Gremien der Landeskirche, ob wir die Voraussetzungen für die im Herbst geplante Zertfizierung „Grüner Gockel nach EMAS“ gerüstet sind. Ist dieser Zwischenschritt geschafft, geht die Arbeit erst richtig los. Eine ständige Kontrolle wird dafür sorgen, dass wir immer mehr Verbesserungen anstreben und letztlich auch in die Tat umsetzen. Aber zunächst ein herzliches Dankeschön an die Menschen, die in den letzten 2 Jahren das Projekt „Grüner Gockel“ in unserer Kirchengemeinde mit Leben erfüllt haben.
Das Umwelt-Team
___________________________________________________________
Gemeindegruß, Februar 2011
Insektenhotel am Melanchthon-Haus
Gemeinsam mit dem NABU hat das Team vom Grünen Gockel Ideen zur naturnahen Gestaltung des Gartens am Melanchthon-Haus entwickelt. Auf der insgesamt 1000qm großen Fläche bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Der Bau einer Trockenmauer mit einer Kräuterspirale bietet für Eidechsen und Insekten Unterschlupf und Nahrung. Die Kräuter können vom Kindergarten und der Kirchengemeinde genutzt werden und die Kinder können die Tiere beobachten. Am hinteren Zaun zwischen den Bäumen können Igelhäuser für die Überwinterung angelegt werden. Diese bestehen aus ein Meter großen Laub- und Reisighaufen, die im Inneren eine trockene Kiste enthalten. In direkter Nachbarschaft würde das Insektenhotel,unter anderem auch für Wildbienen, seinen Platz finden. Dabei sollte man wissen, dass Wildbienen keinen Stachel besitzen und daher ungefährlich sind. Das Nahrungsangebot für die Insekten sichern wir durch die Anlage einer Wildblumenwiese hinter dem bereits vorhandenen Staudenbeet. Die morgendliche Akustik schaffen Singvögel, für die Nistkästen in den Bäumen aufgehängt werden. Weitere spannende Gäste möchten wir am Glockenturm beheimaten. Denn dieser eignet sich hervorragend zum Anbringen von Fledermauskästen. Nach Auskunft des NABU lassen sich die Fledermäuse nicht durch den Glockenklang stören.Jetzt suchen wir wieder tatkräftige und finanzielle Unterstützung für die Umsetzung unserer Ideen. Vielleicht haben auch Schulklassen Interesse an naturnahen Projekten. Lagern Sie irgendwo Sandsteine, die nicht mehr gebraucht werden? Wir suchen Sandsteine zum Bau der Trockenmauer. Für Fragen rund um den Grünen Gockel steht Ihnen unser Umweltteam gerne zur Verfügung.
Das Umweltteam
___________________________________________________________
Gemeindegruß, April 2010
Licht  - Das Licht flackert oder flimmert
Wer Fluoreszenz- oder Sparlampen mit Glühlampenlicht will, wählt die Lichtfarbe „extra warmweiß“. Beachten der Zahl 827 auf der
Verpackung. Elektrische Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen oder auch Fernsehgeräte mit einer Energieeffizienz A, AA oder AA+ wählen. Prüfen ob der Kühlschrank bzw. die Tiefkühltruhe vereist sind. Weitere Hilfsmittel können sein: Elektronische Vorschaltgeräte, Präsenzmelder und Dämmerungsschalter.  Bei der Frage: Standby oder Ausschalten kann es nur heißen: „ausschalten“. Beispiel PC: Stromverbrauch mit Bildschirmschoner  -10%, Bildschirm AUS -50%, bei Nichtbenutzung der Geräte ausschalten – 100% (Tipp: schaltbare Steckerleisten). Auch beim  Verlassen eines Zimmers auch nur vorübergehend:  Licht aus! Beispiel Wasser: Steter Tropfen hat seinen Preis. Wenn der Wasserhahn pro Minute nur 10 Tropfen entlässt entspricht dies im Jahr dem Inhalt von 4000 Flaschen Bier (200 Kasten)!  Deshalb: Dichtungen wechseln. Durchlaufbegrenzer am Wasserhahn, an der Dusche oder an einem Eckventil ergänzen die Spartaste  bei der Toilettenspülung. Ebenso Duschen statt Baden (dabei aber nicht das Duschwasser von Anfang bis Ende laufen lassen). Auch sollen Spül- und Waschmaschine erst dann eingeschaltet  werden, wenn sie voll sind. Wie wird das Wasser erwärmt? Sind dezentrale Anlagen (Boiler) einer zentralen Warmwasserbereitung  vorzuziehen? Wie kann die Heizung optimiert werden?  Dies beantworten wir in einer der nächsten Ausgaben des Gemeindegrußes beim „Gang in den Keller“
Das Umwelt-Team