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Quelle: Sibylle Wegner Fotografie

Kinder & Jugendliche

Kinder und Jugendliche finden bei uns ein vielfältiges Angebot:
Die Kleinsten sind bei den Gottesdiensten für Kopf und Kind willkommen. Die Weiterführung hiervon, die Kindergottesdienste, werden durch ein Team von Jungteamern organisiert. Regelmäßig gibt es außerdem mehrstündige oder ganztägige Events, wie zum Beispiel den Kinder-Bibel-Tag (KiBiTa). Daneben wird jedes Jahr eine Wochenendfreizeit angeboten.
Unsere Jugendgruppe trifft sich jeden Dienstag und gestaltet das Gemeindeleben aktiv mit. Regelmäßig werden Ausflüge wie zum Beispiel zum YouVent organisiert und häufig gibt es eine mehrwöchige Freizeit im Sommer.
 
Quelle: Evangelische Kirchengemeinde Schwetzingen
 

Karfreitag und Ostern 2018 - Graffity-Sprayer waren in der Stadt unterwegs

 

Stellen Sie sich vor … 

Karfreitag vor rund 2000 Jahren, kurz nach 15 Uhr. Jesus ist eben am Kreuz gestorben. Maria Magdalena (die bis zum Ende bei ihm ausgeharrt hatte) und Petrus treffen sich in einer Kneipe, um sich aus Trauer zu betrinken. 

So das performative Setting zum Auftakt des heutigen Karfreitags-Kreuzwegs, den Pfarrer Steffen Groß und Prädikantin Simone Heidbrink zusammen mit der Evangelischen Jugend Schwetzingen durchführten. - Textuelle Anleihen aus den Passionserzählungen der Evangelien, Monty Python, Leonard Cohen, Bachs Johannespassion, Friedrich Nietzsche und Walter Jens verbanden sich zu einer dialogischen Meditation über die Frage, wer denn eigentlich die Schuld am Tode Jesu trägt. - Und die Rolle, die Judas dabei spielt. Verräter oder Erfüllungsgehilfe am Heilsplan Gottes? Die Antwort blieb offen. 

Komm, Maria.
Und sag den anderen Bescheid.
Wir können nicht einfach hier sitzen bleiben und uns betrinken.

Wir müssen es weitersagen.
Die Leute, die an ihn geglaubt und auf ihn gehofft haben, müssen es wissen:

„Gott ist tot. Und wir haben ihn getötet.“

Quelle: Simone Heidbrink
Quelle: Simone Heidbrink

Nicht zufällig wurde bei der heutigen Karfreitags-Aktion mit dem berühmten Nietzsche-Zitat gespielt; ebenso wie mit einer dezidiert christlichen Botschaft in einem weitgehend säkularen Umfeld. Mittels leicht abwaschbarer Sprühkreide wurde die ‚Message‘ auf die Straße gebracht. Das löste manche irritierten Blicke von Passanten aus –sogar die Polizei fragte nach, was da vor sich ging. Ob auch der Justizmord an Jesus von Nazareth vor 2000 Jahren auf diese Weise geklärt werden konnte, blieb offen.                                            

 Was mag Judas am Ende des Tages gedacht haben? Und wie ist das mit dem inneren Judas in jedem von uns? Mit einem fiktiven Monolog endet die Aktion auf dem Friedhof:

            Gott ist tot. #Karfreitag

„Komm, Maria. Beeil dich!
Lass ihn uns herrichten, bevor es hell wird und die Hitze des Tages kommt!
Schlimm genug, dass wir bis Ende des Sabbat warten mussten …“

Der zweite Teil der Osteraktion mit Schwetzinger Jugendlichen startet nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Friedhof. In einem der Passionserzählung aus dem Lukas-Evangelium entlehnten Dialog entdecken die Frauen das leere Grab --- und den Engel, der ihnen Jesu Auferstehung verkündigt:

„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Er ist nicht hier, Gott hat ihn vom Tod auferweckt.

Erinnert euch an das, was er zu euch gesagt hat:

‚Der Menschensohn muss ausgeliefert werden in die Hände der Menschen, die voller Schuld sind. Er muss am Kreuz sterben. Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferstehen.‘“

Quelle: Simone Heidbrink
Quelle: Simone Heidbrink

Als die völlig überraschten Frauen realisieren, dass Jesus auferstanden ist, beschließen sie, dies aller Welt mitzuteilen:

Los, komm! Wir müssen zu den anderen!
Wir müssen es weitersagen!
Von den Dächern schreien!
Es an jede Häuserwand schreiben!

Christus ist auferstanden!
Er ist wahrhaftig auferstanden!

Der Tod ist tot!
Es lebe das Leben!

Mit dieser frohen Botschaft im Gepäck geht es dann mit Sprühkreide nochmals quer durch Schwetzingen an alle Orte, die gestern mit der ‚Message‘ „Gott ist tot!“ versehen wurden, wobei diesmal nur der Boden besprüht wurde. Eine neue, gute, hoffnungsvolle Nachricht ersetzt jetzt die alte, die obsolet geworden ist und  - wo möglich - übermalt wird:

Christ ist erstanden! #Ostern

Die Aktion endet am späten Abend mit einer Andacht in der Stadtkirche, in der die Emmaus-Jünger (ebenfalls aus dem Lukas-Evangelium), das Wort haben, mit einer klaren Botschaft:

Gott ist nicht mehr tot, sondern der Tod ist am Ende.
Was auch immer uns jetzt passieren mag; ob sie uns auslachen, anfeinden, gar verhaften & einsperren – wir müssen es weitersagen.
Denn unsere Herzen haben gebrannt.
Und sie brennen noch!

Quelle: Simone Heidbrink
Quelle: Simone Heidbrink

Auch wenn über 2000 Jahre vergangen sind und wir in völlig anderen Kontexten stehen: Die gute Nachricht vom Ende des Todes und dem Sieg des Lebens und der Liebe Gottes hat nicht an Aktualität verloren. Gott sein Dank!

Allen frohe Ostern!

Quelle: Simone Heidbrink
Quelle: Simone Heidbrink